23. Februar 2012, 7:29 Uhr
Bürgerschaftsausschuss
Nach dem Willen von SPD und Grünen sollen in Bremen lebende Ausländer künftig stärker als bisher an Wahlen teilnehmen können. Dabei geht es neben den Kommunal- auch um die Landtagswahlen. Bremen ist nach SPD-Angaben damit Vorreiter in Deutschland. Ungefähr jeder achte im Land Bremen lebende Bürger hat keinen deutschen Pass.
Ein erweitertes Wahlrecht für Ausländer in Bremen fordert die SPD.
"Die in Bremen lebenden Ausländer müssen alle staatsbürgerlichen Pflichten erfüllen und auch Steuern bezahlen", sagte der SPD-Innenpolitiker Sükrü Senkal. Dann müsse man ihnen auch die Möglichkeit geben, mitzubestimmen, so Senkal weiter. Bislang gilt: Ausländer im Land Bremen, die nicht aus einem EU-Staat kommen, haben kein Wahlrecht. Hier will die SPD, dass sie künftig zumindest an den Kommunalwahlen in Bremen und Bremerhaven teilnehmen dürfen. Ausländer aus einem Mitgliedsland der EU haben bisher nur ein kommunales Wahlrecht, sie sollen nach diesen Plänen auch bei Landtagswahlen ihre Stimme abgeben dürfen.
Neues Wahlrecht soll Ausländern Stimmrecht geben, [1:17]
Ein neuer Bürgerschaftsausschuss soll jetzt klären, ob das verfassungsrechtlich überhaupt möglich ist. Danach soll ein entsprechender Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht werden. Das haben die Abgeordneten der Bürgerschaft mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken beschlossen. Die CDU hat sich enthalten, die Bürger in Wut lehnen die Pläne ab.
Seit 1992 können EU-Bürger in Deutschland auf kommunaler Ebene wählen gehen. Sie könnten jedoch nicht bei Landtagswahlen ihre Stimme abgeben – was zum Beispiel in Schottland und Polen möglich sei, sagte der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Björn Tschöpe, am Dienstag. Die rot-grünen Regierungsfraktionen fordern außerdem, dass Nicht-EU-Ausländer künftig auch die Stadtteilparlamente – die Beiräte – wählen dürfen.
Tiefwasserhafen der Superlative
Deutschlands einziger Seehafen mit Tiefgang ist ein gigantisches Projekt. Ab August 2012 sollen die größten Containerschiffe der Welt Wilhelmshaven anlaufen. Es ist ein Vorhaben der Superlative: Erst Deutschlands größter Sandkasten, dann Norddeutschlands größte Baustelle. Der Jade-Weser-Port ist ein ehrgeiziges Projekt der Länder Niedersachsen und Bremen. Mehr...
Untersuchungsausschuss Krankenhauskeime
Der Tod von drei frühgeborenen Babys in der Kinderklinik Bremen-Mitte beschäftigt einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Bremer Landtags. Wir berichten hier über jede Sitzung. Mehr...
Windenergie-Dossier
Seit dem Reaktorunglück in Fukushima ist die Energiewende ein Dauerbrenner in Medien und Politik. Welche Potentiale die Windenergie bietet und wo es Schwierigkeiten gibt, erfahren Sie in unserem Dossier. Mehr...
Drogenpolitik auf dem Prüfstand
Vor fünf Jahren wurde Kevins Leiche im Kühlschrank seines Stiefvaters gefunden. Der Zweijährige starb unter den Augen der Behörden. Seitdem steht die Bremer Drogenpolitik auf dem Prüfstand. Mehr...
Stille Einlagen ummünzen?
Bremen soll seine stille Einlage an der Bremer Landesbank aufgeben und statt dessen Anteile an der Bank bekommen. Denn die Landesbank-Mutter, die NordLB, braucht mehr Eigenkapital. Niedersachsen macht Druck, doch die Bremer sind noch nicht überzeugt. Mehr...
Jetzt läuft
Vorfahrt für Radler
Immer mehr Radfahrer bevölkern Bremens Straßen. Politisch gewollt vom Senat, die den Radverkehr weiter fördern will. Doch Fußgänger und Autofahrer fühlen sich bedrängt. Mehr...
23. Mai, 15:05 Uhr | Nordwestradio
Info: Die Rundschau
Sendezeit:
Mo. - Fr., 7, 8, 12, 16, 17 Uhr
Info: Nordwestradio Journal
![Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen] Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_journal/journal104_v-mediateaser.jpg)
Sendezeit:
Mo., - Fr.,
6:05 - 9 Uhr
12:08 - 13 Uhr
17:08 - 18:30 Uhr
Sa.,
8:05 - 9 Uhr
12:05 - 13 Uhr
Politik-Podcasts
Politik-Beiträge hören – wann und wo Sie wollen: Hier werden Ihnen jeweils die neuesten Podcast-Dateien zum direkten Download angeboten. Mehr...