20. Februar 2012, 19:19 Uhr
Forderung aus Bremen
Bremen und Niedersachsen fordern den Bund auf, den Ausbau von Windparks auf See stärker zu fördern. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau müssten zusätzliche Förderprogramme aufgelegt werden, um den Ausbau von Hafenanlagen und den Bau von Spezialschiffen für Windräder voranzutreiben, hieß es nach einer gemeinsamen Kabinettssitzung in Bremen am Dienstag.
Bremen und Niedersachsen wollen, dass sich der Bund stärker am Ausbau von Windkraftanlagen auf See beteiligt.
Beim Treffen der norddeutschen Ministerpräsidenten in Kiel wollen Bremen und Niedersachsen die Windenergie zum Schwerpunktthema mit ihren Kollegen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern machen. Die Energiewende sei eine nationale Aufgabe und der Norden habe dabei eine besondere Bedeutung, so Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD). Bereits am Montag hatte Böhrnsen nach einem Treffen mit der Windenergie-Agentur WAB, die rund 300 Unternehmen der Branche vertritt, nach einem Koordinator bei der Bundesregierung gerufen: "In Berlin muss mit einer Stimme gesprochen werden", so Böhrnsen.
Böhrnsen will Koordinator für Energiewende
Auch beim Thema "Hafenanbindung" wollen Bremen und Niedersachsen sich für ihre gemeinsamen Interessen einsetzen. Der Norden komme bei Investitionen in die Infrastruktur der Bahn zu schlecht weg, kritisierte Böhrnsen. Das sei auf Dauer nicht hinnehmbar. Demonstrativ optimistisch gaben sich beide Regierungschefs beim gemeinsamen Projekt "Jade-Weser-Port", das zurzeit durch Baumängel für Negativschlagzeilen sorgt. Es gebe keinen Grund, am Eröffnungstermin, dem 5. August 2012 zu zweifeln, so Böhrnsen und der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU).
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