Dienstag, 23. Oktober 2018
Eine obdachlose Frau hat sich bei Kälte mit ihren Habseligkeiten und Hunden an einer Haltestelle niedergelassen [Quelle: imago, Foto: epd] Lupe

Der Winter ist für Obdachlose besonders hart.

So könnt ihr helfen

Eisige Zeit für Obdachlose in Bremen

Kalt, kälter, Bremen-Vier-Land. Bis auf minus acht Grad sollen die Temperaturen diese Woche sinken. Während wir uns an Heizungen, Öfen oder mit heißen Getränken und dicken Socken warm halten können, wird die Kälte vor allem für über 500 Obdachlose in Bremen zu einem ernsthaften Problem. Und nicht nur das: In manchen Fällen kann sie sogar lebensgefährlich werden. Aber was unternimmt Bremen, und wie kann man selbst helfen?


Erst vor Kurzem ist in Berlin ein Mann nachts draußen gestorben. Damit es in Bremen nicht so weit kommt, gibt es neben Notunterkünften noch andere Möglichkeiten für Obdachlose, die klirrend kalten Wintertage zu überstehen. Welche genau das sind, weiß Bremen-Vier-Reporter Jens Otto.


Die Notunterkünfte

78 Obdachlose können in Bremen im Warmen übernachten, bei rund 500 Menschen ohne Dach über dem Kopf ist das allerdings bei weitem nicht genug. Und wer keinen Platz bekommt, für den bleibt nur die Suche nach einem anderen sicheren Ort – oder ein harter Kampf in der Kälte. Es werden also dringend Alternativen benötigt, damit nicht über 400 Obdachlose die kalten Tage draußen verbringen müssen.


Die BSAG

Wenn es, so wie jetzt, anhaltend sehr kalt ist, dürfen wohnungslose Menschen in den Bussen und Bahnen der BSAG mitfahren und sich aufwärmen – und zwar kostenlos.


 

Die Bremer Suppenengel

Auch die Bremer Suppenengel wollen helfen und die Wohnungslosen zumindest mit einer warmen Mahlzeit durch die klirrende Kälte bringen. Schon den ganzen Winter stehen sie jeden Mittwoch zwischen 13 und 15 Uhr im Lloydhof und verteilen Essen an Obdachlose.


 

Die Johanniter

In Oldenburg helfen die Johanniter mit ihrem Kältebus, wo es geht. Sie verteilen vor dem Bahnhof warme Getränke, Suppe und auch Schals, Mützen und Decken. Bisher nur jeden Freitag, jetzt bei der richtig fiesen Kälte, wollen sie ihr Engagement aber erweitern. Da das Ganze ehrenamtlich ist, muss das allerdings erst einmal organisiert werden.


 

Tierschutzverein

Auch die Tiere, die häufig Begleiter der Menschen ohne Obdach sind, haben unter der Kälte zu leiden. Der Tierschutzverein spendet Decken und Hundemäntel. Abgeholt werden können die Sachen im Tierheim, Hemmstraße 491 (Buslinie 28, Haltestelle Wetterungsweg ).


 

Mit Spenden helfen

Am besten hilft man den Organisationen durch Spenden, denn sowohl die Suppenengel als auch die Johanniter oder die Innere Mission können Geld zur Unterstützung gebrauchen. Wer kein Geld spenden kann oder möchte: Auch Sachspenden sind gerne gesehen, zum Beispiel warme Kleidung, die man selbst aussortiert hat, Iso-Matten oder alte Schlafsäcke – eben alles, was warm hält und vor Kälte schützt. Wo und wann im Bremen-Vier-Land für Obdachlose gesammelt wird, organisieren die Innere Mission und die Diakonie.


 

Der Bremer Taler

Wer den Menschen auf der Straße nicht direkt Geld geben, aber trotzdem helfen möchte, kann außerdem den Bremer Taler erwerben. Die Münze gibt es für drei Euro im Kapitel 8 oder im Atrium Kirche zu kaufen. Diese kann man dann an Menschen in Notlagen weitergeben, die für jede Münze eine kostenfreie Mahlzeit im Bremer Treff bekommen.






 


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