Mittwoch, 21. November 2018
Verschiedenfarbige Gläser, befüllt mit Puder oder durchsichtigen Flüssigkeiten [Quelle: Radio Bremen, Foto: Sophie Labitzke] Lupe

Kosmetik muss man nicht immer nur kaufen – das geht auch selbstgemacht!

Ran an die Hausmittelchen

So geht's: Kosmetik selber machen

Shampoo, Duschgel, Zahnpasta: So viele Pflegeprodukte nutzen wir täglich und trotzdem weiß kaum einer, was genau drin steckt. Dass Kosmetik teilweise auch umweltschädliche Stoffe wie Mikroplastik enthält, ist bekannt. Dagegen könnt ihr mit grüner, selbstgemachter Kosmetik vorgehen. Wir zeigen euch, wie das geht!


Mikroplastik kommt über die Dusche in das Grundwasser, in die Weltmeere, schadet den Fischen und letztendlich auch uns: In Shampoos, Haarspülungen und Co. stecken teilweise umweltschädliche Stoffe und auch sonst ist nur wenigen bewusst, was genau in der eigenen Kosmetik enthalten ist. In der Bremer "Klimawerkstadt" wird unter anderem Grüne Kosmetik hergestellt. Aus Hausmittelchen, ätherischen Ölen und anderen Alternativen werden Pflegemittel selbst hergestellt. Wir haben zwei Rezepte für euch, die ihr Zuhause ausprobieren könnt:


 

Eine Deoroller-Flasche aus Glas, mit weißer Verschlusskappe, steht auf einem Tisch. Darin befindet sich eine weiße Flüssigkeit. [Quelle: Radio Bremen, Sophie Labitzke]

Alte Gläser sammeln, bietet sich beim Selbermachen an.

1. Deo, selbst gemacht

Wusstet ihr das Stärke Flüssigkeit aufsaugt und Natron unangenehme Gerüche neutralisiert? Die beiden Hausmittelchen sind perfekt für ein selbstgemachtes Deo. Die Zutaten bekommt ihr fix im Supermarkt.


Zutaten:

  • 100 ml Wasser
  • 2 TL Natron
  • 1-2 TL Stärke
  • optional: ätherische Öle


Zubereitung:

Zuerst erhitzt ihr das Wasser in einem Topf. Die Speisestärke fügt ihr unter Rühren hinzu. Das Ganze lasst ihr kurz aufkochen und anschließend handwarm abkühlen. Dann rührt ihr das Natron unter. Wer möchte, fügt der Mischung ein ausgewähltes ätherisches Öl hinzu. Tipp: Seid sparsam mit den Ölen! Denn die sind nicht nur konstenspieliger als Natron und Stärke, sondern auch so geruchsintensiv, dass mehr als zwei Tropfen nicht empfehlenswert sind. Die milchige Flüssigkeit füllt ihr am besten in einen alten Deoroller. Fertig!


 

Eine gelbe Paste in einem kleinen Gläschen wird von einer Hand ins Bild gehalten [Quelle: Radio Bremen, Sophie Labitzke]

Kurkuma auf die Zähne? Ja, bitte!

2. Zahnpasta, selbst gemacht

Kurkuma auf die Zähne? Färbt das nicht extrem? Ja, das stimmt, zumindest im ersten Moment. Vor allem aber hellt das Gewürz die Zähne auf. Also keine Panik, wenn ihr beim Putzen mit der selbstgemachten Mischung erst einmal einen sehr gelben Mund habt. Einmal kräftig ausspülen und das Gewürz tut seine Arbeit. Das Kokosöl sorgt für einen Schutzfilm auf den Zähnen und der Birkenzucker, auch als Xylit bekannt, schützt vor Karies.


Zutaten:

  • 5-10 Tropfen Minzöl
  • 1 TL Birkenzucker
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 EL Kokosöl


Zubereitung:

Ganz ohne Erhitzen – die Zutaten einfach zusammenmischen und ein kleines Gefäß bereitstellen, in das ihr bequem mit der Zahnbürste hineingelangt.


 

Wichtige Tipps zur DIY-Kosmetik

Probieren geht über studieren: Eine alte Floskel, die beim Selbermachen von grüner Kosmetik definitiv zutrifft. Die Geschmäcker und Gerüche sind ungewohnt und auch der Körper muss sich an die neuen Produkte gewöhnen. Das Deo wird vielleicht erst nach einigen Wochen wirklich Schweißgerüche überdecken können, denn der Körper ist an andere Produkte gewöhnt - deshalb aber nicht gleich das Handtuch schmeißen!


Bei allem Ausprobieren solltet ihr außerdem auf die Ablaufdaten der verwendeten Zutaten achten. Gesichtsmasken oder Körpercremes aus Milchprodukten laufen schneller ab. Auch Wasser wird nach einiger Zeit abgestanden riechen. Trockene Produkte hingegen bleiben lange haltbar.






 


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