Dienstag, 20. Februar 2018
Frau und Mann vorm Fahrstuhl [Quelle: Imago, Foto: allOver-MEV] Lupe

Fahrstuhl fahren: Warum ist es manchmal so komisch?

How To: Richtig Fahrstuhl fahren

Es ist eng und man kommt Fremden gezwungenermaßen sehr nah: Im Fahrstuhl kann es schnell mal zu unangenehmen Situationen kommen, denn die Evolution hat uns auf diese fortschrittliche Art von Transport nicht vorbereitet. Aber warum haben wir Angst oder empfinden Fahrstuhl fahren als unangenehm und vor allem: Was können wir dagegen tun? 


Wenn jeder von euch mal in sich geht, hat er bestimmt eine schräge oder unangenehme Fahrstuhl-Geschichte zu erzählen, oder? Da wetten wir drauf – zumindest, wenn ihr schon einmal einen dieser acht Typen als Mitfahrer hattet:


Aufzug fahren – eine unangenehme Sache

Aber warum empfinden wir die kurze Zeit im Fahrstuhl als unangenehm? Es ist doch eigentlich keine große Sache, eher im Gegenteil, denn es nimmt einem die Arbeit des mühsamen Treppensteigens und geht viel schneller. Manchmal steht man aber trotzdem im Aufzug, und er wird zum Metallkäfig, der nicht schnell genug im Zielstockwerk ankommen kann: Peinliche Stille, schlechte Witze, Gerüche oder einfach nur Platzangst – da hätte man doch lieber mal die Treppe genommen!


Warum ist es unangehm?


Meistens liegt das daran, dass wir es mit der Angst zu tun bekommen, weil es im Zweifel keine direkte Fluchtmöglichkeit gibt, weiß Psychologin Dr. Kim Sarah Heinemann.


Ein weiterer Grund für unangenehme Sekunden im Fahrstuhl: Jeder Mensch hat seinen eigenen Wohlfühlbereich, der ihn umgibt. Im Fahrstuhl durchbricht automatisch ein anderer Mensch diesen Bereich.


Was können wir dagegen tun?

Immer daran denken: Wahrscheinlich geht es nicht nur einem selbst, sondern auch den Mitfahrern so. Denn es ist einfach eine unbehagliche Situation, erklärt Heinemann: "Es ist schließlich keine Pflicht, sich im Fahrstuhl wohlzufühlen." Wenn man es im Fahrstuhl aber gar nicht mehr aushält, dann sollte man doch über professionelle Hilfe nachdenken – oder die Treppe nehmen.


Was aber, wenn es doch der Fahrstuhl sein muss? Wie kann ich das Fahren zumindest so angenehm wie möglich gestalten? Hier ein paar Tipps!


Beim Ein-/Aussteigen


Generell gilt: Man kann zwar ein Gentleman sein und den Damen den Vortritt lassen, muss man aber nicht. Bei Vorgesetzten hingegen empfiehlt sich die klassische Benimm-Regel dann doch, genauso bei älteren Menschen. Bei großem Gedränge allerdings ist das nicht immer praktikabel, dann gilt: Zuerst geht, wer vorne steht!


Die Blickrichtung


Unsere Empfehlung beim Betreten eines vollen Fahrstuhls: Kurzes Nicken und Begrüßen in die Runde. Dann richtet man den Blick geradeaus zur Tür, denn ein gesenkter Kopf zu Boden wirkt unsicher. Außerdem sollte man darauf achten, die Mitfahrer möglichst nicht anzustoßen, denn gerade im Fahrstuhl mit Fremden will niemand ungewollten Körperkontakt.


Wenn's peinlich wird


Man hat aus Versehen den falschen Knopf gedrückt, der Fahrstuhl hält, alle warten, wenn die Tür aufgeht, aber man steigt nicht aus? Ja, könnte peinlich sein und endet häufig mit einem genervten Aufstöhnen deiner Mitfahrer. Leute mit schwachen Nerven steigen deshalb auch schon mal auf der falschen Etage aus, wenn sie sich "verdrückt" haben, aber warum? Fehler passieren! Unser Rat: Kurz entschuldigen, das Gestöhne getrost überhören und sich beim nächsten Mal einfach ein bisschen mehr konzentrieren.






 


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