Grohner Düne

Die Hochhaussiedlung Grohner Düne in Vegesack steht oft in den Schlagzeilen wegen Schlägereien oder Drogen-Delikten. Sie wurde in den 70er-Jahren gebaut. 1700 Einwohner leben hier aus über 40 Nationen. Für Viele spielt sich das Leben ausschließlich in ihrem Block ab und die Bremer Neustadt ist von ihrer Lebensrealität genauso weit entfernt wie die Hauptstadt Berlin. Doch für Kamil, Hamudi und Christiana ist es der Ort, an dem sie aufgewachsen sind und der ihr Leben geprägt hat – ihre Heimat eben.

Am Wochenende versammelten wir uns immer mit den Kumpels auf dem Bolzplatz. Irgendwie hast du deine Sorgen einfach liegen gelassen.
Kamil

Christiana hat ihre Kindheit viel mit den Nachbarskindern verbracht und zusammen wurde dann gekocht, gelernt oder gespielt. Doch dieses Gemeinschaftsgefühl lässt immer mehr nach, da Familien regelmäßig ein- und ausziehen. Denn Kriminalität ist hier Normalität.

Es gibt überall Massenschlägereien und Leute, die Drogen verkaufen. Das gibt's nicht nur in der Düne.
Hamudi

Hamudi ist vor drei Jahren weggezogen und hat in der Grohner Düne viel gesehen und erlebt. Auch Christiana möchte irgendwann umziehen, um ungestörter leben zu können. Bei so vielen Menschen kommt es ab und zu doch zum Culture Clash. Krass ist: Viele Bewohner der Düne haben oft einen Nachteil, wenn es darum geht, einen Job oder eine neue Wohnung zu finden. Der Ruf der Düne ist mies. Der Streetworker Celal verbringt viel Zeit mit den Kids und kennt ihre Probleme.

Jugendliche haben sich auch schon umgemeldet und von dort aus Bewerbungen abgeschickt, um nicht abgelehnt zu werden.
Celal

Die Grohner Düne – ein grauer Riese im Herzen Vegesacks. Der schlechte Ruf eilt ihr voraus. Der Beton erzählt viele Geschichten von gescheiterten Personen, Drogen und Gewalt. Doch die Stories von Christiana, Kamil und Hamudi zeigen, dass die Düne auch ein Ort von Geborgenheit und Wärme sein kann.


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Hamudi rappt in seiner Freizeit hier: Facebook


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